Werkstatt — Innovation

Wir bauen, um zu verstehen.

Zwei patentierte Entwicklungen aus der Öllerer-Werkstatt, die Klang und Spielgefühl der Steirischen bis heute prägen.

Öllerer Tonkammer-Harmonika

Die Tonkammer

Einer der beiden Chöre sitzt in einem Schacht — der eigentlichen Tonkammer. Dort bildet sich eine stehende Welle, die den Bereich um 500–1000 Hz selektiv verstärkt: ein voller, tragender Ton, wie ihn sonst nur teure Solisten-Akkordeons besitzen. 1989 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.

Mehr zur Tonkammer
Offene Tastatur-Mechanik einer Öllerer-Harmonika in der Werkstatt

Die konische Tastatur

Statt parallel verlaufender Knopfreihen fächert die Diskant-Tastatur leicht konisch auf — sie folgt der natürlichen Spreizung der Hand. Sicherer Griff, entspanntere Haltung, weniger Fehlgriffe über lange Spielzeiten. Genau dieses Detail von Georg Öllerer senior unterscheidet eine Öllerer-Steirische vom reinen Nachbau. Patentiert am 16. Dezember 1999.

Mehr zur konischen Tastatur
Diskant-Knöpfe einer Öllerer-Harmonika in Nahaufnahme

Technischer Vorreiter

Bereits seit 1978 setzen wir Maßstäbe durch innovative Materialien: der Aluminium-Diskantboden (1978), Tastaturgestänge aus Aluminium und der gezielte Einsatz von hochwertigem Kunststoff (ab 1980). Herkömmliche Holztastaturen reagieren empfindlich auf Temperaturunterschiede und wechselnde Luftfeuchtigkeit — sie verziehen sich oder quellen auf. Georg Öllerer seniors Pioniergeist und die Freude am Experimentieren mit neuen Werkstoffen führten zum Durchbruch: eine Kombination aus Aluminiumgestänge und Kunststoff, die absolute Formstabilität garantiert und sich über Jahrzehnte im harten Praxiseinsatz bewährt hat.

Vor derselben Herausforderung standen wir bei den Diskantböden: Eine dünne, direkt auf das Holz geleimte Aluminiumplatte garantiert eine dauerhaft glatte, verzugsfreie Oberfläche. Das Ergebnis: höchste Präzision, die man hört und spürt.