Geschichte

Drei Generationen, ein Klang.

Bei uns werden diatonische Harmonikas in Handarbeit gebaut. Unsere Mitarbeiter bringen exzellentes handwerkliches Können und große Musikbegeisterung mit. Auf dieser Grundlage schneidern wir die »Ziach« dem künftigen Besitzer auf den Leib, damit er sein ganz persönliches Trauminstrument bekommt.

Ein Instrument fürs Leben. Nicht nur eine Augenweide, auch der Klang ist typisch und unverwechselbar. Ein echtes Original.

1948
Kapitel I

Gründung in Freilassing

Firmengründer Georg Öllerer, der »Öllerer Schorsch« (1907-1991), gründet die Firma als Reparaturwerkstatt für Harmonikas und Akkordeons - unzufrieden mit der damaligen Qualität und voller Ideen für Verbesserungen. Daraus entsteht der eigene Harmonikabau; die Marke Öllerer etabliert sich rasch in führender Position am Markt.

Historisches Bild des Öllerer-Harmonikabaus
1950
Generation II

Jägerndorferstraße 1

Sein Sohn Georg - auch »Schorsch« genannt, der spätere »Öllerer senior« - beginnt die Lehre als Handzuginstrumentenmacher im elterlichen Betrieb. Die Nachfrage wächst, der Umzug ins heutige Betriebsgebäude folgt.

1979
Handwerk

Meisterprüfung. Beruf reaktiviert.

Öllerer senior legt die Meisterprüfung als Handzuginstrumentenmacher ab - und aktiviert damit den fast vergessenen Ausbildungsberuf in Deutschland neu.

Georg Öllerer senior mit seiner Ehefrau Marianne
Georg Öllerer senior mit Ehefrau Marianne
1989
Staatspreis

Staatspreis für die Tonkammer

Die Bayerische Staatsregierung verleiht Öllerer senior den Staatspreis für hervorragende innovative Leistungen - für die Entwicklung der Tonkammer-Harmonika.

1990
Familie

Hans Kirchhofer - Meister mit Auszeichnung

Der Neffe von Öllerer senior setzt die Familientradition fort und legt 1990 seine Meisterprüfung mit Auszeichnung ab. Seither führen Öllerer senior und Kirchhofer den Harmonikabau gemeinsam.

Hans Kirchhofer, Harmonikamachermeister
Hans Kirchhofer
1999
Patent

Konische Tastatur - patentiert

Patent erteilt am 16.12.1999 für die konische Tastatur - eine der prägenden Weiterentwicklungen Öllerer seniors im Harmonikabau.

Heute
Heute

Die dritte Generation

Hans Kirchhofer und Georg Öllerer junior führen den Harmonikabau heute. 2016 ist Öllerer senior aus dem aktiven Arbeitsleben ausgeschieden - als Berater steht er dem Team weiterhin mit seinem Wissen zur Seite. Gebaut werden die Harmonikas von erfahrenen Mitarbeitern, die meisten gelernte Handzuginstrumentenmacher oder Schreiner, manche davon mit Meistertitel.

Aus der Werkstatt

Werkstatt-Eindrücke.

Acht Aufnahmen aus dem Werkstatt-Alltag: Stimmplatten, Balg, Mechanik, Knöpfe. Hier passiert, was eine Öllerer-Steirische ausmacht. Schwarz-Weiß, weil die Linie zählt, nicht die Farbe.

  • Stimmstock aus dem Tonkammer-Bau auf Werkstatt-Tisch, daneben Konstruktionspläne, Zirkel und Messschieber
    Konstruktion
  • Messuhr am Korpus, Werkstatt-Konstruktionsplan daneben
    Maß nehmen
  • Stimmplatten am Stimmstock während der Final-Stimmung
    Stimmen
  • Hände am Balg mit Pinsel, Werkstatt-Detail
    Balg
  • Aufbringen des Balgpapier-Schmuckbandes, Klebetopf links im Bild
    Balgpapier
  • Diskantknöpfe in Nahaufnahme, einzelne Knöpfe im Vordergrund
    Balg einleimen
  • Offene Bass-Mechanik mit Hebeln und Knopfreihen, dazu der Spielriemen
    Mechanik anpassen
  • Diskant-Mechanik mit montierten Knöpfen, Schmiedeteile sichtbar
    Harmonikateile